Weitere Kunst- und Wunderkammern (alphabetisch geordnet - vergl. auch Sammler/Weitere)
Berlin, me Collectors Room: http://www.me-berlin.com/ Das von Thomas Olbricht konzipierte Ausstellungshaus "me Collectors Room" Berlin, Auguststraße, präsentiert seit Mai 2010 in wechselnden Ausstellungen die Olbricht Collection. Die Sammlung umfasst Arbeiten von Beginn des 16. Jahrhunderts bis zur jüngsten Gegenwartskunst. Thomas Olbricht scheut weder Überraschungen noch Widersprüche, existenzielle Themen wie Eros, Tod und Vergänglichkeit bilden programmatische Schwerpunkte seiner Sammlung und Kunstkammer. Der Besuch des me Collectors Room verspricht ein sinnliches Erlebnis, das neue Sichtweisen eröffnet und die Fantasie wieder belebt. Ein kleiner Blick in die Wunderkammer
Bielefeld, Museum Huelsmann: http://www.museumhuelsmann.de/ Seit 1995 gibt es in Bielefeld ein Museum für Kunstgewerbe. Die einzigartige Privatsammlung des Kunsthändlerehepaares Huelsmann, die sich seit 1984 im Besitz der Stadt Bielefeld befindet, bildet den Grundstock der Ausstellung. Gezeigt wird vor allem vorbildlich gestaltetes Prunkgerät, das bei festlichen Anlässen bei Hofe sowie in Kreisen des gehobenen Bürgertums eine wichtige Rolle spielte, weiters eine Schatzkammer mit exquisiten Objekten aus Bernstein, Perlmutt und Elfenbein.
Braunschweig, Herzog Anton Ulrich-Museum: http:http://www.haum.niedersachsen.de/portal/live.php?navigation_id=24633&_psmand=185 In einem Raum sind Objekte verschiedenster Art und unterschiedlichster Materialien ausgestellt. Sie gehörten ursprünglich zum Kunstkammern-Bestand der Herzöge. In einem Schrank wurde nach dem Vorbild eines Gemäldes ein Kunstkammerschrank des 17. Jahrhunderts nachgestellt.
Schloß Detmold, Nordrhein-Westfalen, Sammlungen im Schloß: http://www.schloss-detmold.de/ Die bedeutende Kunstsammlung der Fürsten zu Lippe enthalten auch Kunstkammerstücke (etwa etwa Steingefäße aus Achat und Jaspis. Das Porzellankabinett bildet das Herzstück der Sammlungen.
Burg Eltz, Rheinland-Pfalz, Schatzkammer: http://www.burg-eltz.de/ Mittelalterliche Burg wie aus einem Märchen mit einer eindrucksvollen Schatzkammer; darinnen bedeutende Kunstkammerstücke, wie Gold- und Silberschmiedearbeiten, Kuriositäten, Münzen und Medaillen, Schmuck, sakrale Gegenstände, Glas, Porzellan, Waffen und Rüstungen.
Freiburg, Augustiner-Museum: http://www.freiburg.de/servlet/PB/menu/1164028_l1/index.html Mitten in der Freiburger Altstadt befindet sich das größte Museum Südbadens, das Augustinermuseum. Die ehemalige Klosteranlage der Augustiner-Eremiten mit gotischem Kreuzgang und hohem Kirchenraum bietet dem Besucher eine eindrucksvolle Atmosphäre. Die Schatzkammer enthält bedeutende Werke der Gold- und Silberschmiedekunst sowie wertvolle Bergkristallobjekte.
Gotha, Schloss Friedenstein, Kunstkammer im Schloss: http://www.stiftungfriedenstein.de/index.php?id=58&L=0
Die Kunstkammer geht auf Herzog Ernst I. von Sachsen-Gotha (1601 - 1675) zurück, die erste Erwähnung erfolgte 1653. Schon ab 1656 entstand das erste Inventar. Nach einer wechselvollen Geschichte und bedeutender Vermehrung der Bestände erlitten die Sammlungen in der Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg durch Diebstähle usw. schwere Verluste. Die Sammlung wurde später als "Beutekunst" in die Sowjetunion gebracht und kehrte 1958/59 nur zu etwa 80% nach Gotha zurück.
2001 würdigte man Herzog Ernst I. anlässlich seines 400. Geburtstages mit der Neueröffnung einer der barocken Präsentation nachempfundenen Dauerausstellung zur Kunstkammer. Als Einzelstück in den historischen Räumen oder als Auswahl einer Sammlung präsentiert, stößt man im Schloss Friedenstein immer wieder auf Werke der ehemaligen Kunstkammer, im "Großen Gobelinraum" noch in konzentrierter Form.
Hier war auch eine Sonderausstellung über die Kunst- und Wunderkammer Peters des Grossen ("Palast des Wissens") zu sehen: http://www.palast-des-wissens.de/index.htm bzw. http://www.palast-des-wissens.de/gothaer-kunstkammer.htm.
Schloß Neuenstein, Baden-Württemberg, Kirchberger Kunstkabinett: http://www.schloss-neuenstein.de/ Herzstück der Bestände ist das sog. Kirchberger Kunstkabinett. Dieses befindet sich noch immer im Besitz der Familie Hohenlohe, die die Schätze der Kunst- und Wunderkammer vor etwa 350 Jahren zusammentrug. Das ist weltweit sonst kaum je der Fall. Bedeutende Elfenbeinarbeiten, Goldschmiedearbeiten (Schalen und Pokale), eine prachvolle Halskette mitt Saphiren und vieles andere mehr kann genannt werden.
Nürnberg. Man vergl. das Germanische Nationalmuseum. Einige Hinweise zum "Praunschen Kabinett" und zur "Eckebrechtschen Kunstkammer" finden sich bei Sammler/Weitere.
Sankt Petersburg, Kunstkammer: http://www.kunstkamera.ru/en/ Die Anfänge dieser Kunstkammer gehen auf Peter den Großen zurück und sind etwa mit 1704 - 1718 anzusetzen.
Teplá, Kloster, Egerland, Böhmen: http://www.zamky-hrady.cz/5/tepla-d.htm
Erhalten ist nur ein Torso des einstigen Kuriositätenkabinettes, doch dieser wird liebevoll präsentiert. U. a. sind auch noch von Goethe handgeschriebene Etiketten zu jenem Teil seiner Steinsammlung erhalten, die er dem Kloster schenkte.
Ulm, Museum (mit der Kunst- und Naturalienkammer des Christoph Weickmann): http://ulmer-museum.ulm.de/sammlungen/weickmann/weickmann.htm
Die Kunst- und Naturalienkammer des Christoph Weickmann (1617-1681) ist die Urzelle des Ulmer Museums. Die "Wunderkammer" des wohlhabenden Ulmer Kaufmanns aus der Mitte des 17. Jahrhundert war die erste öffentlich zugängliche Sammlung in der Reichsstadt Ulm.